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Holsten Beach Club: Wo der Wille auf Wanderschaft geht

29.07.2016 16:09

Holsten Beach Area mit Willenlos Bar
Bis die Musik am Abend ausgeht, feiern die Besucher der Travemünder Woche in der Holsten Beach Area. Foto Müller/TW

Sandkörner prickeln unter den Fußsohlen, warmer Wind trägt entspannende Loungeklänge durch die Luft und streichelt Körper und Seele. Cocktails liegen erst kühl in der Hand, dann auf der Zunge. Es ist Juli, 25 Grad warm und – Travemünder Woche. Längst kein Geheimtipp mehr ist, dass der Strand an der Travemündung sich dann in die Holsten Beach Area verwandelt, der Party- und Strandclubbereich für alle, die Lust auf das perfekte Urlaubsgefühl vor der Haustür haben.

An der Theke des Beach Clubs „Willenlos“, dem Outdoor-Pendant der gleichnamigen Münchner Diskothek, werden täglich ab den frühen Nachmittagsstunden Cocktails ausgeschenkt. Hier heißt das für die Barkeeper: Bestellung aufnehmen, Knopf drücken, Glas über den Tresen schieben. Denn Diskothek-Betreiber Baskim Kaytas hat eine Travemünder-Woche-Premiere zu bieten. Statt starker Oberarme mixen im „Willenlos“ sechs Cocktailmaschinen die bunten Getränke. 33 sind im Computer einprogrammiert, schnell auf Cranberry, Lime und Soda gedrückt und schon kommt ein „Blueberry Sky“ aus dem Automaten. „40 Zutaten sind angeschlossen“, erklärt Drita Kaytas, Schwester und rechte Hand des Betreibers. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – theoretisch mixen wir alles, was vorstellbar ist.“

Schon am Nachmittag füllen sich die riesigen Sitzsäcke mit Blick auf Strand, Meer und Segelboote, in den frühen Abendstunden werden dann langsam die Plätze am Tresen rar und in den späteren schließlich die Lücken auf der Tanzfläche. Die hat ein besonders Highlight und schon die zweite Premiere in petto: Über dem DJ-Pult thront ein 18 Quadratmeter großer LED-Bildschirm, auf der tagsüber die Segelregatten der Travemünder Woche laufen, abends knallige Tanz-Animationen zu Hits der 80er und 90er, Charts und House. Lena Prüsse, Jenny Marquardt und Franziska Hoppe aus Lübeck sind begeistert: „Die Stimmung ist fantastisch. Es ist einfach traumhaft, hier am Strand in dieser genialen Atmosphäre zu feiern“, sagt Prüsse, Hoppe ergänzt: „Schade, dass die Beach Clubs nicht den ganzen Sommer über hier sind.“

Die Freundinnen aus Lübeck haben die Wahl zwischen vier Clubs, die ihre Partyzelte auf den 4000 Quadratmetern der Holsten Beach Area aufgeschlagen haben: „Havana Club“ und „Malibu Beach“, „Team 412“ und eben das „Willenlos“. Ab dem späten Vormittag gibt es überall Kühles an der Bar, dazu ruhige Beats vom Band. Ab 19 Uhr mischen dann DJs die Rhythmen  für  die Tanzlustigen. Im „Havana Club“ legt DJ Nunu „Vocal House mit rhythmischen Elementen“ auf, davor genießt auch er den Ausblick in den Liegestühlen der Beach Bar. Saxophonspieler liefern die Live-Elemente im Abendprogramm. „Für uns steht im Vordergrund, dass es friedlich ist und alle Spaß haben. Wenn das der Fall ist, ist alles gut“, sagt Christian Heck, Eventmanager bei Pernod Ricard, dem Betreiber des „Havana Club“ und der „Malibu Bar“. An letzterer locken neben fruchtige Säften, Cocktails und Schorlen ein Fotoautomat, Hula-Hoop-Reifen und wohl der einzige Tischkicker der Travemünder Woche mit Blick auf Strand und Meer.

Kein Wunder, dass bei all dem Sommerflair jeder Wille, diese Oase am Strand von Travemünde jemals wieder zu verlassen, seinen Seesack schnürt und weit, sehr weit auf die Ostsee hinaus wandert. Wann er wiederkommt? Erst, wenn die 127. Travemünder Woche ihre Partyzelte wieder abgebaut hat. Doch bis dahin sind ja noch zweieinhalb Tage.

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